Kunst und Kultur – zwischen politischen Lippenbekenntnissen und Relevanz für uns alle!

Einladung zur IG Kultur Pressekonferenz am 14. November 2018, 11 Uhr, in der Stadtschenke, Neutorgasse 22, 8010 Graz

Mit Besorgnis beobachtet die IG Kultur Steiermark die stetigen Verschlechterungen der Rahmenbedingungen für Kulturarbeit in der Steiermark. Zu unserem großen Bedauern werden wichtige Forderungen der Kulturschaffenden seit Jahren nicht aufgegriffen. So läuft der Kulturbetrieb in der Steiermark zwar weiter, ist aber massiven Bedrohungen ausgesetzt, und es besteht die Gefahr, dass sich Kunst abseits der marktorientierten touristischen „Leuchttürme“ totläuft. Laut eigener Aussage ist es Kulturlandesrat Christopher Drexler ein wesentliches Anliegen,  vielen Steirerinnen und Steirern „einen niederschwelligen Zugang zur Kultur zu ermöglichen“, während Kulturstadtrat Günter Riegler der Meinung ist, dass man als Kulturpolitiker „auf eine vitale Szene angewiesen ist.“ Eine verantwortungsvolle Kulturpolitik will man beim Wort nehmen können.

Die seit Jahren stagnierenden Budgets müssen endlich erhöht werden.  Ausschreibungs- und Vergabeprozesse bedürfen einer Überarbeitung in Hinblick auf Transparenz und Nachvollziehbarkeit. Bürokratische Abläufe sind zu vereinfachen und unter den Gebietskörperschaften anzugleichen.  Zudem gilt es, mediale Plattformen, die öffentlichen Diskurs und Sichtbarkeit gewährleisten, zu stärken. Wir fordern kulturpolitischen Dialog mit allen Beteiligten und die ausgewogene Berücksichtigung der Bedarfe aller Bereiche des Kultursektors. Nur so kann weiterhin ein partizipatives und vielfältiges, also den Anforderungen einer demokratischen Gesellschaft gerecht werdendes, kulturelles Leben aufrecht erhalten werden. Die viel bemühte Rede vom „Kulturland Steiermark“ droht andernfalls endgültig zur leeren Floskel zu verkommen.

Liste der an der Pressekonferenz beteiligten Personen: Anita Hofer (IG Kultur Steiermark), Simon Hafner (IG Kultur Steiermark), Jogi Hofmüller (mur.at), Malik Sharif (Radio Helsinki), Evelyn Schalk (ausreißer).